Rom - Die Sixtinische Kapelle Hotel Rom - Vatikan

Residenza Paolo VI
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Die Sixtinische Kapelle

Die Sixtinische Kapitel ist einer der berühmtesten Kunstschätze der Vatikanstadt. Sie wurde zwischen 1475 und 1483 in der Zeit unter Papst Sixtus IV. erbaut. Sie ist auf der ganzen Welt für den Saal bekannt, in dem das Konklave und andere offizielle Zeremonien wie die Krönung einer Päpste stattfinden, aber auch für ihre malerische Ausgestaltung von Michelangelo Buonarotti. Sie findet sich rechts vom Petersdom hinter der Scala Regia und diente ursprünglich als Hofkapelle innerhalb der alten Vatikanfestung.

Die Kapelle hat eine rechteckige Form und misst 40,93 Meter in der Länge und 13,41 Meter in der Breiter (was den Abmessungen des Tempels Salomons entspricht, wie sie im Alten Testament wiedergegeben sind). Sie ist 20,70 Meter hoch und das Dach bildet ein flaches Tonnengewölbe mit seitlichen Entlastungsbögen entsprechend der zwölf Fenster, durch die Licht in den Innenraum gelangt. Der Boden (aus dem 15. Jahrhundert) besteht aus mehrfarbigen Marmorintarsien.

Ein Geländer aus Marmor von Mino da Fiesole, Andrea Bregno und Giovanni Dalmata teilt die Kapelle in zwei Bereiche: der größere mit dem Altar ist für religiöse Feiern und andere kirchliche Zwecke reserviert, während sich im kleineren die Gläubigen aufhalten dürfen. Das Durchgangsgitter bestand ursprünglich aus vergoldetem Eisen und befand sich ganz in der Mitte; es wurde später zum Bereich der Gläubigen hin verschoben, um einen größeren Raum für den Papst zu schaffen. Von denselben Künstlern stammt auch der Chor, der den Sängern vorbehalten war.

Während wichtiger Feierlichkeiten sind die Seitenwände durch eine Reihe von Gobelins (Werke von Raffael) verhängt, die Ereignisse aus den Evangelien und Taten der Apostel beschreiben.
Zwischen 1473 und 1484 wurden auf Weisung von Sixtus IV. die architektonischen Pläne von Baccio Pontelli ausgeführt, die Aufsicht über die Bauarbeiten hatte Giovannino de' Dolci inne.
Die erste Messe wurde in der Sixtinischen Kapelle am 9. August 1483 gefeiert, wobei sie der Himmelfahrt der Jungfrau Marias geweiht und gewidmet wurde.

Die Wandfresken stammen von Pietro Perugino, Sando Botticelli, Domenico Ghirlandaio, Cosimo Rosselli, Luca Signorelli und ihren jeweiligen Gehilfen, zu denen auch Pinturicchio, Piero di Cosimo und Bartolomeo della Gatta gehörten.

Dargestellt wurden in den Bildern historische religiöse Themen, die auf Grundlage des mittelalterlichen Konzepts der Weltgeschichte in drei Epochen ausgewählt und aufgeteilt waren: Zunächst die zehn Gebote, dann die Zeit zwischen Moses und Christus, und schließlich die Christenheit. Sie unterstrichen die Fortdauer zwischen dem Alten und dem Neuen Bund, beziehungsweise den Übergang von den mosaischen Gesetzen zur christlichen Religion.
1508 wurde Michelangelo Buonarotti von Papst Julius II. beauftragt, die Decke neu zu malen, die ursprünglich goldene Sterne vor einem blauen Himmel zeigte. Die Arbeiten wurden zwischen 1508 und dem 1. November 1512 ausgeführt. Michelangelo malte das Jüngste Gericht über dem Altar zwischen 1535 und 1541, eine Arbeit, die von Papst Paul dem III. in Auftrag gegeben worden war.

Um die Decke zu erreichen, benötigte Michelangelo eine Art Ständerwerk. Die erste Idee hierzu stammte von Bramante, der ein spezielles Gerüst für ihn entwerfen wollte, das mittels Seile frei abgehängt in der Luft schweben sollte. Michelangelo vermutete jedoch, dass bei dieser Lösung nicht alle Stellen an der Decke erreicht werden würden, so dass er selbst ein Gerüst entwarf, eine einfache Holzbühne auf einem Gestänge, das in Bohrlöchern in den Wänden hoch oben in der Nähe der Fenster verankert wurde.

Die erste Gipsschicht begann jedoch zu schimmeln, da sie zu feucht war. Michelangelo musste sie neu auftragen, probierte jedoch eine neue Mischung aus, den so genannten Verputz, der von einer seiner Gehilfen, Jacopo l'Indaco, angesetzt wurde. Dieser war nicht nur schimmelbeständig, sondern ging auch in die italienische Bautradition ein (und ist noch heute in Gebrauch).

Michelangelo erhielt den Auftrag für lediglich 12 Figuren, die Apostel. Als jedoch das Werk beendet war, waren es mehr als 3.000. Die Skizzen hierzu sind äußerst wertvolle und eigenartige Dokumente. Michelangelo arbeitete mit männlichen Modellen, auch für weibliche Darstellungen, da diese Modelle zu selten und teuer waren.

Das Jüngste Gericht war Gegenstand eines mühevollen Disputs zwischen Kardinal Carafa und Michelangelo: Der Künstler wurde der Unsittlichkeit und untragbaren Obszönität beschuldigt, weil er in der bedeutendsten Kirche der Christenheit nackte Figuren mit sichtbaren Genitalien gemalt hatte, so dass Carafa und Monsignor Sernini (Botschafter Mantuas) eine Zensurkampagne anstrengten (die als "Kampagne der Feigenblätter" bekannt ist), um die Fresken entfernen zu lassen. Als der Zeremonienmeister des Papstes, Biagio da Cesena, das Werk in ähnlicher Weise anprangerte und meinte, es wäre eher für ein Thermalbad denn für eine Kapelle geeignet, ließ Michelangelo seine Züge in die Figur des Minos, dem Richter über die Unterwelt, einfließen. Der Legende nach beschwerte sich Biagio da Cesena beim Papst, der jedoch erwiderte, dass seine Gerichtsbarkeit nicht für die Hölle gelte, so dass das Bildnis beibehalten wurde.

Mit dem Tod Michelangelos wurde ein Gesetz zur Verhüllung von Genitalien erlassen ("Pictura in Cappella Ap.ca coopriantur"). So übermalte Daniele da Volterra, ein Schüler Michelangelos, der nach dieser Arbeit den Beinamen "Braghettone" erhielt, die Genitalien der Figuren mit einer Art Lendenschurz, ließ aber die Gesamtheit der Körper unverändert. Als das Werk 1993 restauriert wurde, entschieden sich die Restauratoren, die Lendenschürze von Daniele nicht zu entfernen; eine getreue Kopie ohne Zensur des Originals von Marcello Venusti befindet sich heute im Museo di Capdimonte von Neapel.

Die Kapelle selbst wurde zwischen 1981 und 1994 restauriert.
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